Kraftprobe für die Deutsche Bahn

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Wie die meisten meiner Leser ja wissen sitze ich im Rollstuhl und bin auch öfter mal mit der Deutschen Bahn unterwegs. Das bringt gelegentlich gewisse Tücken mit sich.
So auch am gestrigen Tage wieder. Ich hatte einen Termin in Remscheid. Dorthin fuhr ich mit der Bahn, wie ich es eigentlich immer mache wenn ich in eine andere Stadt fahre in der ich einen Termin habe. Leider war diese eigentlich unkomplizierte Fahrt nach Remscheid (1x Umsteigen, Ort des Termins 300m vom Zielbahnhof entfernt sodass auch kein weiterer Bus benötigt wurde – eigentlich kein Problem) dann doch etwas komplizierter als gedacht. Man informierte mich dass es aufgrund von Umbaumaßnahmen derzeit nicht mögliche wäre für mich von Hamm nach Wuppertal zu fahren und ich daher nach Düsseldorf fahren sollte um dort in einen Zug nach Wuppertal umzusteigen. In Wuppertal angekommen nahm ich den Aufzug nach unten um das Gleis zu wechseln auf das Gleis  von dem aus mein Zug nach Remscheid fahren sollte. An diesem Gleis stellte ich allerdings fest dass der Aufzug defekt war. Daraufhin suchte ich einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Dieser teilte mir mit es gäbe keine Möglichkeit, der Aufzug sei defekt und ich müsse sehen wie ich das Problem löse. Ich wies ihn darauf hin dass ich die Fahrt über die Mobilitätszentrale angemeldet hatte und auch er von seinem Kollegen aus Düsseldorf darüber informiert worden sei. Auch dieser Einwand brachte letztlich nichts, er war nicht bereit mitzuhelfen da er in Sorge war sich einen Bandscheibenvorfall zuzuziehen. Darauf wurde mein Ton etwas schärfer und ich machte deutlich, dass ich dringend nach Remscheid muss um den Termin wahrzunehmen. Auch danach machte er keinerlei Anstalten das Problem zu lösen. Ich habe ihn im etwas schärferen Ton darauf hingewiesen dass ich den Vorgang so nicht hinnehmen werde und ihn entsprechend öffentlich machen werden, da ein solches Verhalten sicherlich nicht kundenorientiert ist. Ich erwähnte einige frühere (prominente) Kontakte die ich bereits bei vorherigen Problemen mit der Bahn bemüht habe daraufhin schien er etwas irritiert und rief mit Widerwillen einige weitere Bahnmitarbeiter zur Stelle und bat auch umstehende Reisende um Mithilfe. Sie wandten das Prinzip „4 Mann, 4 Ecken“ an und trugen mich samt Rollstuhl die Treppe runter. Nun war es geschafft und der Gleiswechsel war endlich vollzogen (der andere Aufzug funktionierte glücklicherweise). Der eigentlich geplante Anschlusszug war natürlich schon längst weg. Ich wartete also auf den nächsten Zug nach Remscheid. Als dieser eintraf stellte sich heraus, dass er absolut nicht barrierefrei war da er nicht nur Treppen hatte sondern diese auch noch für einen Rollstuhl viel zu schmal waren. Der bereits erwähnte unfreundliche Mitarbeiter (der mit dem schlimmen Rücken) wies mich darauf hin dass er mir nicht in den Zug helfen könne da die Rampe nicht passen würde. Und auch sonst hätte er keine Möglichkeit mir zu helfen (der Rücken…). Aber an diesem Tag sollte doch noch das Glück auf meiner Seite sein. Als ich da so mit dem Mitarbeiter diskutierte hörte ich auf einmal von der Seite einen Ruf. „Hey Carsten, was machst du denn hier?“ hörte ich aus einigen Metern Entfernung. Als ich mich umschaute entdeckte ich einen alten Bekannten. Er ist Lokführer bei der Deutschen Bahn und fuhr heute zufällig genau diesen Zug. Er setzte alles daran mir trotz der schmalen Treppe den Zugang zum Zug zu ermöglichen. Der unfreundliche Mitarbeiter vom Bahnhof guckte nur noch etwas merkwürdig. Vermutlich verstand er aufgrund der Situation nur noch Bahnhof.

Behindertentoiletten oder Inklusion?

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In Bezug auf den kürzlich im WA veröffentlichten Artikel über das Fehlen von Behindertentoiletten im Hammer Stadtgebiet möchte ich als Rollstuhlfahrer mal meine Meinung dazu äußern:Das Wort Inklusion fällt in den letzten Jahren immer häufiger. Man liest ständig darüber. Jedem, der sich damit aber einmal auseinandergesetzt hat, dem sollte auffallen dass es dabei eben nicht darum geht besondere Einrichtungen für Behinderte zusätzlich zu den Einrichtungen für „Normale“ zu schaffen sondern der eigentliche Grundsatz darin besteht dass sämtliche Einrichtungen grundlegend so konzipiert werden sollten dass sie auch von Behinderten ganz normal genutzt werden können.
In diesem Sinne würde ich mich freuen wenn man bei zukünftiger Planung grundsätzlich öffentliche Toiletten so konzipiert dass sie im Sinne der Inklusion barrierefrei benutzbar sind ohne dass zusätzliche Behindertentoiletten notwendig sind.
Einige Bahngesellschaften bzw. Fahrzeughersteller machen vor wie es geht. So sind beispielsweise die Züge der Eurobahn die vom Hersteller Stadler in Berlin gebaut wurden grundsätzlich nur mit 2 behindertengerechten Toiletten ausgestattet.
Die kann jeder benutzen, ob behindert oder nicht.

Bundestag kritisiert Drosselungs-Pläne

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Die Linken-Fraktion möchte angesichts der heftigen Diskussion  über die Flatrate-Drosselung der Telekom die Netzneutralität endlich gesetzlich regeln und wird von der Opposition grundsätzlich unterstützt. Halina Wawzyniak kritisierte bei der 1. Lesung der Bundestagsinitiative im Namen der Antragsteller vor allem am Vorhaben des Rosa Riesen, „Managed Services“ wie den eigenen TV-Dienst Entertain nicht auf das monatliche Datenvolumen anrechnen zu wollen. Damit signalisierte  der Bonner Konzern, dass diese „irgendwie keine normalen netzbasierten Dienste“ seien. Doch mit dem Prinzip des offenen Internets hat „das alles nichts mehr zu tun“.

 

Plakat-Horror beim Horror-Zirkus

Der „Circus des Horrors“, ein Besuchermagnet mit über 60-70%iger Auslastung, erlebte bei seinem Gastspiel in Hamm eine böse Überraschung. Die Stadt stellte eine „Knolle“ über 1500 Euro aus, da die Werbeplakate in den Straßen nicht vorschriftsgemäß ausgehangen waren. Dies ist meiner Meinung nach eine unfassbare Haltung.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
eine touristische Attraktion in Hamm hat unsere Stadt mehr als nötig. Das Erste an das die Stadtverwaltung denkt scheint die Frage zu sein wie sie daraus Profit schlagen kann. Da kommt eine „Knolle“ über 1500 Euro im Zuge der leeren Kassen nur recht. Sicher ist dass der Zirkus kein zweites Mal nach Hamm kommen wird, da Hamm mal wieder nicht in positiver Erinnerung steht.
Hiermit möchte ich sie auffordern die „Knolle“ zurückzunehmen und sich öffentlich zu entschuldigen.
Hochachtungsvoll,
Ihr Carsten Rüther

„Nicht mit mir liebe Stadt Hamm“

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…unter diesem Namen gibt es seit kurzem eine Gruppe bei Facebook in der sich Bürger unserer Stadt zusammen gefunden haben um sich über Probleme in Hamm auszutauschen. Gründer der Gruppe, Mario Bock, fühlt sich von der Stadtverwaltung seiner Heimatstadt Hamm, die zugleich sein Arbeitgeber gewesen ist, über den Tisch gezogen. Dies nahm er zum Anlass Social Media Networking zu nutzen um anderen Mitbürgern die Gelegenheit zu geben ihrem Ärger mit der Stadtverwaltung Luft zu machen. Die Gruppe hat bereits über 400 Mitglieder die sich rege und interessiert austauschen. Wenn Ihr selbst Mitglied der Gruppe werden möchtet geht es hier entlang zur Gruppe: „Nicht mit mir liebe Stadt Hamm“ auf Facebook

Heiko Wasser feiert Jubiläum

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Die Stimme der Formel1 bei RTL feiert Jubiläum. In Barcelona kommentierte Heiko Wasser im Jahre 1993 zum ersten Mal ein Formel1-Rennen. 20 Jahre später ist er aus deutschen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken. 20 Jahre lang hat er uns bisher gemeinsam mit seinen Kollegen (bis 1998 Jochen Mass, seit dem Christian Danner) über Regeländerungen, Wetterlagen, Strafen, Gerüchte aus dem Fahrerlager, technische Details und viele weitere Dinge unterrichtet. Und uns natürlich immer wieder mit den wichtigsten Fakten aus der berühmten RTL-Datenbank versorgt.
Danke für die bisherigen 20 Jahre Formel 1 mit Heiko Wasser. Hoffen wir, dass weitere folgen werden.

Bundesnetzagentur drängt auf mehr Transparenz

Bundesnetzagentur_Bonn
Nach Wunsch der Bundesnetzagentur sollen Internetnutzer künftig umfassender über Bandbreiten und Downloadvolumen ihres DSL-Anschlusses informiert werden. Das am Freitag in Bonn vorgelegte Eckpunkte-Papier des Regulierers zeigt eine eindeutige Nutzerbefragung. Diese hat unter anderem ergeben dass zwischen der in der Werbung angepriesenen Downloadrate und der tatsächlich geschalteten Downloadrate teilweise mehr als 60% Abweichung liegen. Der Regulierer schlägt vor, dass Kunden zukünftig beim Vertragsabschluss deutlich über die minimale und maximale mögliche Datenrate an ihrem Anschluss informiert werden sollen. Dabei soll der Anbieter auch angeben mit welcher Wahrscheinlichkeit die maximal vereinbarte Datendurchsatzrate in einem Monat erreicht werden kann. Zudem sollen die Anbieter auf ihren monatlichen Telefonrechnungen jedes mal die Vertragslaufzeit und die jeweilige Kündigungsfrist sichtbar angeben.
Internetnutzer sollen nach Vorstellung der Bundesnetzagentur auf die Messwerte ihres Anschlusses jederzeit zurückgreifen können um diese mit aktuellen Konkurrenzangeboten vergleichen zu können.
Die heutige Reaktion der Bundesnetzagentur ist wohl auf die Datendrosselung der Deutschen Telekom zurückzuführen. Der Vorschlag der Bundesnetzagentur ist jedoch meiner Meinung nach längst überfällig.

Microsoft kündigt umfangreiches Update für Windows 8 an

Windows 8
Im Juni wird eine Vorabversion des umfangreichen Update-Pakets „Windows Blue“ über die Update-Funktion von Windows 8 bereitgestellt. Seit einiger Zeit kursieren im Netz Gerüchte dass in dieser Vorabversion der herkömmliche bekannte Windows-Startbutton mit dem dazugehörigen Startmenü in Windows 8 implementiert wird. Microsoft hat allerdings bisher nur angekündigt dass Funktionen die User bei Windows 8 bisher schmerzlich vermisst hätten hinzugefügt werden ohne explizit das Startmenü zu erwähnen. Warten wir es also ab…

Telekom: Flatrate weiterhin verfügbar gegen Aufpreis

Netzwerk
Internetnutzer mit großem Verbrauch an Datenvolumen müssen sich in den kommenden Jahren auf eine massive Preissteigerung einstellen. Wie heute in den Medien bekannt gegeben wurde werden User, die die 75GB Sperre (wir berichteten) umgehen möchten einen Aufpreis von etwa 10 bis 20 Euro im Monat in kauf nehmen. Konzernchef René Obermann betonte das eine genaue Preisangabe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich sei. Weiterhin gab er an dass bei der aktuellen Preisgestaltung der Netzausbau in den nächsten Jahren nicht sichergestellt werden könne. Desweiteren sagte Telekom Deutschland-Chef Niek Jan van Damme sagte dazu „Jeder der den Wasserhahn laufen lässt muss dafür bezahlen.“.

Meiner Ansicht nach wird in den kommenden Jahren die herkömmliche Technologie der analogen Telefonanschlüsse und ISDN-Anschlüsse auf die neue IP-basierende NGN-Technologie umgestellt werden. Hierdurch erreichen wir ein hohes Maß an Flexibilität. Zum Beispiel bei einem Umzug ist es ohne weiteren Aufwand seitens des Telefonanbieters möglich direkt seine Rufnummer mitzunehmen. Im Rahmen dieser Umstellung und auch wegen weiterer hinzugekommener Dienste (SmartTV, Entertain,…) wird der Netzausbau weiter vorangetrieben werden müssen. Dies kostet eine Menge Geld, das derzeit bei den sehr günstigen Preisen kaum wieder eingespielt werden kann.

6. AOK-Firmenlauf in Hamm Donnerstag, 11.07.2013

Nachdem ich im letzten Jahr mit knapp 4.800 Aktiven den 5. AOK-Firmenlauf feiern konnte, werde ich auch in diesem Jahr im Sinne der Inklusion wieder mitrollen. 🙂
Seid auch Ihr wieder dabei!
Ich hoffe auch in diesem Jahr wieder auf eine rege Teilnahme.

Wie schon in den Jahren davor geht es beim 6. AOK-Firmenlauf nicht um Zeit und Sportliche Leistung, sondern um das Miteinander die Freude an der körperlichen Bewegung, den Teamggeist und ganz viel Spaß.

Ich freue mich euch wiederzusehen! Anmeldeschluss: 21.06.2013