Auftakt-Solidaritätskundgebung für Inge Hannemann

IMG_3617

Die lokale Tageszeitung hat (genauso wie auch dieser Blog) bereits auf die heutige Solidaritätskundgebung für Inge Hannemann hingewiesen. Die Hamburgerin wurde von ihrem Arbeitgeber, dem Jobcenter Hamburg-Altona, von Ihrer Arbeit freigestellt weil sie sich um ihre „Kunden“, oder wie sie selbst mittlerweile sagt Leistungsberechtigten vorbildlich gekümmert hat.
Aus diesem Grund hatten sich heute etwa 30 Teilnehmer mit verschiedenen politischen Hintergründen vor dem Jobcenter in Hamm zu dieser Solidaritätskundgebung eingefunden. Sehr viele Menschen bekamen den Anlass der Kundgebung mit als sie zufällig vorbeikamen.
Meiner Ansicht nach war es eine sehr gelungene Veranstaltung.

 

Solidaritätskundgebung für Inge Hannemann

Bockum-Hoevel_Rathaus

Am kommenden Mittwoch, 26. Juni 2013, findet um 12 Uhr am Teichweg 1 vor dem kommunalen Job-Center Hamm eine Solidaritätskundgebung für Inge Hannemann statt, die von der Hartz-IV-Schutzgemeinschaft angemeldet wurde.
Der Fall Inge Hannemann ist in den letzten Wochen bundesweit durch die Medien gegangen. Die ehemalige Job-Center-Mitarbeiterin aus Hamburg-Altona hatte sich geweigert Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger auszusprechen, die nicht zu Terminen erschienen oder Jobs ablehnten. Sie äußerte sich öffentlich eindeutig als Gegnerin des Systems Hartz IV und wurde daraufhin von ihrem Arbeitgeber vorläufig vom Dienst freigestellt.
Wir möchten mit der geplanten Veranstaltung am Mittwoch unsere Solidarität mit Inge Hannemann bekunden und deutlich machen, dass wir ihr handeln absolut richtig finden und nachvollziehen können. Wir hoffen, dass einige von euch auch zu uns stoßen werden. Je mehr, desto besser!

Hier geht’s zur Veranstaltungsseite bei Facebook und hier geht’s zur Gruppe „Nicht mit mir liebe Stadt Hamm“.

Foto: HammWiki.de

Nicht so, liebe Stadt Hamm !

Hammerhundefreunde

Die Stadt Hamm praktiziert genau das, was sie den Hammer Hundefreunden vorwirft. Nämlich mangelnde Zusammenarbeit. Nachdem der Artikel im WA über die Verärgerung der Hundefreunde über die plötzliche Flächenveränderung  und Verkleinerung des Hundeplatzes in Pelkum erschien, reagierte ein Sprecher, zuständig für das so genannte Netzwerk der Stadt und den Hundefreunden, in einer Mail über den Artikel. Das Vorgehen der Hundefreunde, bzw. seines ersten Vorsitzenden Martin Klaßen, sei nicht akzeptabel und hätte im Vorfeld mit ihm besprochen werden müssen.

Genau das ist der Punkt. Was der Sprecher der Stadt den Hammer Hundefreunden vorwirft, ist genau das, was die Stadt Hamm praktiziert. Seit der Errichtung der Hundeauslaufflächen ist es in keiner problematischen Situation vorgekommen, dass die Hundefreunde über Änderungen informiert worden sind. Ich erinnere an das Beispiel des Hundeplatzes am Markerburg Burghügel. So wurden wir vor vollendete Tatsachen gestellt, dass sich Politiker und Heimleiter des Altenwohnheimes an der Markerallee geeinigt hatten, einen Zaun zur Einrichtung hinzusetzen, um die Bewohner vor Hunden zu schützen. So ist es jetzt auch im Fall Pelkum eingetreten. Es dürfte schon etwas länger der Stadt bekannt sein, dass sich Graureiher, die von uns auch das ganze Jahr über beobachtet worden sind, dort eine Brutstätte errichtet haben. Dass das der Grund war, die Hundefläche zu verkleinern, haben die Hundefreunde erst am Dienstag, den 11.6.2013 in der angesprochenen Mail des Sprechers erfahren. Auch hier ist im Vorfeld nicht informiert worden, sondern vollendete Tatsachen sind erfolgt.

Abgesehen, dass Graureiher keine Bodenbrüter sind, sondern Baumbrüter, hätte es durchaus eine Einbeziehung der Hundefreunde bedurft, um auch von fachlicher Seite aus das Verhalten der Hunde zu besprechen und mit einzubeziehen. Allein auch daher ist das Verhalten und die Verärgerung der Hundefreunde durchaus zu verstehen und nachzuvollziehen.

Hinzu kommt das Setzen eines gefährlichen Zaunes, die durchaus schwere Verletzungen bei den Hunden im Spiel hervorrufen können. Auch hier wurde in keinster Weise um Rat gefragt.

Der Sprecher der Stadt begründete die Verkleinerung der Hundefläche in Pelkum damit, dass man über die Wiese problemlos bis zum Wald und zur Kolonie der Graureiher gehen kann, weil dort keine Zäune stehen. Die Frage der Hammer Hundefreunde lautet, warum errichtet man dort keinen Zaun, wie es zum Beispiel am Burghügel Mark geschehen ist?

So bleiben die alleinigen Entscheidungen der Stadt sehr fraglich, und ob unter diesem Aspekt eine weitere mögliche Zusammenarbeit erfolgen kann, ohne Verständnisfragen der Akzeptanz, bleibt fraglich.

 

Herringer und Pelkumer
Hundefreunde sind verärgert

Plötzlich trauen die Hundefreunde aus Pelkum und Herringen ihren Augen nicht mehr. Die Hundewiese an der Kamenerstr. ist auf ein Mininimum verkleinert worden. Gerade mal knapp zwei Tennisplätze klein, soll nun den Hunden den entsprechenden Auslauf liefern. Hinzu wurde die Fläche mit einem fast durchsichtigen scharfen Schafszaun eingezäunt, die Verletzungen sind schon vorgeplant.

Wie ist es plötzlich dazu gekommen? Richtig ist, dass die Fläche vor über einem Jahr in den Plänen dokumentiert wurde. Die Gesamtfläche aber gerodet war und als Auslauffläche für Hunde durch Pfähle abgesteckt war. Die Fläche galt als Geheimtipp unter den Hundehaltern und mauserte sich in den letzten Monaten in Form von einem kleinen Besucheransturm.

Ohne Absprache im Netzwerk der Hammer Hundefreunde e.V. und der Stadt sind nun die Betroffenen ohne Anhörung vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Eine Art und Weise, die es nicht zulässt, dass so miteinander umgegangen wird. Wir fordern die Stadt Hamm auf diesbezüglich Gespräche aufzunehmen und die Umstände zu erklären und Verbesserungsvorschläge der Hundehalter zu überprüfen und umzusetzen.

Solidaritätsdemonstration

Erdogan (28)

An der Solidaritätsdemonstration am vergangenen Donnerstag haben mehr als 200 Menschen teilgenommen. Organisiert und aufgerufen haben zur Demo alle demokratischen und fortschrittlichen Vereinigungen der Menschen mit türkischem Migrationshintergrund, sowie Partei und Ratsfraktion DIE LINKE.

Pressemitteilung der LiNKEN im Rat der Stadt Hamm von 06.06.2013

Einladung zum Fastenbrechen am 18.07.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Vorstand des Kreisverbandes Hamm hat in seiner Sitzung am 05.06.2013 einstimmig beschlossen, an keiner Veranstaltung teilzunehmen wenn Vertreter der türkischen Partei AKP anwesend sind.

Ein „friedvolles Fastenbrechen“ zu feiern ist ausgeschlossen, wenn in der Türkei zehntausende Menschen friedlich demonstrieren, die Polizei in Istanbul und weiten Teilen der Türkei gewaltsam gegen die Demonstranten vorgeht, mit dem Resultat, dass es bereits über 2.300 Verletzte und mindestens zwei Todesopfer gab.

Wir unterstützen die Forderungen der Demonstranten und des Gewerkschaftsbundes KESK nach Freilassung aller bisher Festgenommenen und Verhafteten und die Zusicherung von Strafverfolgungsfreiheit. Wir solidarisieren uns mit der Forderung nach dem Rücktritt der für die exzessive Gewalt Verantwortlichen, dem Istanbuler Gouverneur und des Polizeipräsidenten. Wir unterstützen die Protestierenden bei ihren Forderungen nach Menschenrechten wie Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit sowie die Aufhebung von Demonstrationsverboten auf öffentlichen Plätzen.

Das nun zum Fastenbrechen ausgerechnet ein Vertreter der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP nach Hamm eingeladen wurde, ist nicht nachzuvollziehen und steht im Wiederspruch zum eigentlichen Sinn der Veranstaltung.

Der KV Hamm und die Ratsfraktion Hamm haben daher zur Teilnahme an der Solidaritätsveranstaltung am 06.06.2013 vor der Pauluskirche für die Demonstranten in der Türkei aufgerufen und verzichten auf die Teilnahme am Fastenbrechen.

Für den KV und die Ratsfraktion

Alisan Sengül              Marion Josten