Bahnhof Heessen bald endlich barrierefrei?

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Bereits seit einigen Jahren gibt es Pläne für einen barrierefreien Ausbau des Heessener Bahnhofs. Die Heessener SPD legt jetzt noch eine Schippe drauf und plant einen Durchbruch unter den Gleisen und einen zweiten Ausgang auf der anderen Seite, zum Landwehrwinkel hin. Damit lenkt die SPD erneut das Augenmerk auf den, längst überfälligen, barrierefreien Ausbau des Heessener Bahnhofs.
Aus der eigenen Erfahrung heraus können wir bedauerlicherweise bestätigen, dass noch längst nicht jeder Bahnhof barrierefrei ist. Als Rollstuhlfahrer steht man leider immer wieder vor großen Problemen bei Reisen mit der Bahn. Der Start der Bahnfahrt ist oft barrierefrei, am Zielbahnhof steht man aber oft vor dem großen Problem dass es keine Aufzüge gibt sondern nur Treppen, die nicht ohne größere Hilfe überwunden werden können.
In diesem Sinne finden wir die Planungen der SPD zum Umbau des Heessener Bahnhofs sehr begrüßenswert und hoffen dass die Pläne in naher Zukunft umgesetzt werden.
Interview mit Justus Moor, Vorsitzender der Heessener SPD zum Thema

Barrierefreies Fitnesstraining

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Als ich in der letzten Zeit regelmäßig stundenlang an Wahlkampfveranstaltungen teilgenommen habe fiel mir auf, dass ich inzwischen nicht mehr besonders gut in Form war. Ich dachte mir nur „Hey, das kann doch nicht sein. Da musst du wohl mal wieder trainieren gehen…“.
Also machte ich mich hier in Hamm auf die Suche nach einem Fitnessstudio, das barrierefrei ist und in dem man sich auch mit den Besonderheiten und Schwierigkeiten, die auftreten wenn man als Rollstuhlfahrer in einem Fitnessstudio trainieren möchte, auskennen und sich auf die Situation entsprechend einstellen.
Nachdem ich Probetrainings bei verschiedenen Studios gemacht hatte wurde ich schließlich an der Hafenstraße bei FitX fündig.
Das Studio befindet sich in dem ehemaligen Baumarkt-Gebäude, das einige Zeit lang leer gestanden hatte nachdem der Baumarkt in einen Neubau an der Östingstraße gezogen war.
Der ein oder andere sagt dazu ja, dass er deshalb ein wenig das Gefühl habe in einer Lagerhalle zu trainieren, für mich ist das aber Ideal. Das ganze Studio ist ebenerdig, es gibt nicht wie in anderen Betrieben Trainingsräume auf verschiedenen Etagen die nur per Treppe erreichbar sind. Das Personal war mir gegenüber bisher auch immer sehr nett und freundlich – und vor allem wirkten die Mitarbeiter sehr kompetent und hilfsbereit.
Ich werde dabei bleiben und dort weiter trainieren. Falls der eine oder andere von Euch Lust hat mal mitzutrainieren (vielleicht fällt ja jetzt auch dem ein oder anderen auf, dass die Bierchen und der Grillfleisch im Sommer doch ganz gut angesetzt haben) meldet Euch doch einfach bei mir, kommt mal mit und schaut euch den Laden mal an!

Stadtwerke Hamm lassen Rollstuhlfahrer am Straßenrand stehen

hako21
Als ich heute um 18:21 mit dem Bus der Linie 1 der Stadtwerke Hamm GmbH von der Haltestelle Beverkramenstraße in die Stadt fahren wollte wurde mir der Einstieg in den Bus verweigert.
Wie immer habe ich den Fahrer freundlich gebeten die Rollstuhlrampe herauszuklappen und mir beim Einstieg behilflich zu sein. Als ich den Fahrer das erste Mal drauf ansprach erfolgte keinerlei Reaktion seinerseits. Zunächst ging ich davon aus dass er sich noch um die anderen hinzugestiegenen Fahrgäste kümmerte und mir im Anschluss behilflich sein würde. Als alle weiteren Fahrgäste hinzugestiegen waren und ihre Fahrkarten vorgezeigt oder beim Fahrer gekauft hatten sprach ich ihn erneut an. Auch diesmal bemerkte ich keinerlei Regung seinerseits. Er schloss die Tür und fuhr los.

Sehr geehrter Herr Hegemann, sehr geehrter Herr Veith,
in Zeiten der Inklusion hat Ihr Unternehmen offenbar noch dringenden Nachholbedarf und ein großes Verbesserungspotenzial. Der oben beschriebene Sachverhalt ist alles andere als inklusiv und meiner Ansicht nach nicht tolerabel. Ihr Mitarbeiter in der Leitstelle, dem ich im Anschluss den Sachverhalt direkt geschildert habe, konnte oder wollte mir jedoch in dieser Sache nicht behilflich sein. Er verwies mich freundlich auf die nächstmögliche Busverbindung. Diese war mir jedoch selbst schon bekannt.Unser Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann betont immer wieder die Bedeutung der Inklusion in unserer Gesellschaft. Als Tochtergesellschaft der Stadt sollte Ihr Unternehmen als Musterbeispiel voran gehen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Ich bitte Sie, diese Missstände dringend zu beseitigen und Ihre Mitarbeiter evtl. entsprechend zu schulen oder andere Maßnahmen zu ergreifen.

Bild: Philippe Harig, City-Verkehr.de