Barrierefreies Fitnesstraining

fitx-hamm-hafenstrasse
Als ich in der letzten Zeit regelmäßig stundenlang an Wahlkampfveranstaltungen teilgenommen habe fiel mir auf, dass ich inzwischen nicht mehr besonders gut in Form war. Ich dachte mir nur „Hey, das kann doch nicht sein. Da musst du wohl mal wieder trainieren gehen…“.
Also machte ich mich hier in Hamm auf die Suche nach einem Fitnessstudio, das barrierefrei ist und in dem man sich auch mit den Besonderheiten und Schwierigkeiten, die auftreten wenn man als Rollstuhlfahrer in einem Fitnessstudio trainieren möchte, auskennen und sich auf die Situation entsprechend einstellen.
Nachdem ich Probetrainings bei verschiedenen Studios gemacht hatte wurde ich schließlich an der Hafenstraße bei FitX fündig.
Das Studio befindet sich in dem ehemaligen Baumarkt-Gebäude, das einige Zeit lang leer gestanden hatte nachdem der Baumarkt in einen Neubau an der Östingstraße gezogen war.
Der ein oder andere sagt dazu ja, dass er deshalb ein wenig das Gefühl habe in einer Lagerhalle zu trainieren, für mich ist das aber Ideal. Das ganze Studio ist ebenerdig, es gibt nicht wie in anderen Betrieben Trainingsräume auf verschiedenen Etagen die nur per Treppe erreichbar sind. Das Personal war mir gegenüber bisher auch immer sehr nett und freundlich – und vor allem wirkten die Mitarbeiter sehr kompetent und hilfsbereit.
Ich werde dabei bleiben und dort weiter trainieren. Falls der eine oder andere von Euch Lust hat mal mitzutrainieren (vielleicht fällt ja jetzt auch dem ein oder anderen auf, dass die Bierchen und der Grillfleisch im Sommer doch ganz gut angesetzt haben) meldet Euch doch einfach bei mir, kommt mal mit und schaut euch den Laden mal an!

Stadtwerke Hamm lassen Rollstuhlfahrer am Straßenrand stehen

hako21
Als ich heute um 18:21 mit dem Bus der Linie 1 der Stadtwerke Hamm GmbH von der Haltestelle Beverkramenstraße in die Stadt fahren wollte wurde mir der Einstieg in den Bus verweigert.
Wie immer habe ich den Fahrer freundlich gebeten die Rollstuhlrampe herauszuklappen und mir beim Einstieg behilflich zu sein. Als ich den Fahrer das erste Mal drauf ansprach erfolgte keinerlei Reaktion seinerseits. Zunächst ging ich davon aus dass er sich noch um die anderen hinzugestiegenen Fahrgäste kümmerte und mir im Anschluss behilflich sein würde. Als alle weiteren Fahrgäste hinzugestiegen waren und ihre Fahrkarten vorgezeigt oder beim Fahrer gekauft hatten sprach ich ihn erneut an. Auch diesmal bemerkte ich keinerlei Regung seinerseits. Er schloss die Tür und fuhr los.

Sehr geehrter Herr Hegemann, sehr geehrter Herr Veith,
in Zeiten der Inklusion hat Ihr Unternehmen offenbar noch dringenden Nachholbedarf und ein großes Verbesserungspotenzial. Der oben beschriebene Sachverhalt ist alles andere als inklusiv und meiner Ansicht nach nicht tolerabel. Ihr Mitarbeiter in der Leitstelle, dem ich im Anschluss den Sachverhalt direkt geschildert habe, konnte oder wollte mir jedoch in dieser Sache nicht behilflich sein. Er verwies mich freundlich auf die nächstmögliche Busverbindung. Diese war mir jedoch selbst schon bekannt.Unser Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann betont immer wieder die Bedeutung der Inklusion in unserer Gesellschaft. Als Tochtergesellschaft der Stadt sollte Ihr Unternehmen als Musterbeispiel voran gehen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Ich bitte Sie, diese Missstände dringend zu beseitigen und Ihre Mitarbeiter evtl. entsprechend zu schulen oder andere Maßnahmen zu ergreifen.

Bild: Philippe Harig, City-Verkehr.de

Behindertentoiletten oder Inklusion?

Behinderten_WC

In Bezug auf den kürzlich im WA veröffentlichten Artikel über das Fehlen von Behindertentoiletten im Hammer Stadtgebiet möchte ich als Rollstuhlfahrer mal meine Meinung dazu äußern:Das Wort Inklusion fällt in den letzten Jahren immer häufiger. Man liest ständig darüber. Jedem, der sich damit aber einmal auseinandergesetzt hat, dem sollte auffallen dass es dabei eben nicht darum geht besondere Einrichtungen für Behinderte zusätzlich zu den Einrichtungen für „Normale“ zu schaffen sondern der eigentliche Grundsatz darin besteht dass sämtliche Einrichtungen grundlegend so konzipiert werden sollten dass sie auch von Behinderten ganz normal genutzt werden können.
In diesem Sinne würde ich mich freuen wenn man bei zukünftiger Planung grundsätzlich öffentliche Toiletten so konzipiert dass sie im Sinne der Inklusion barrierefrei benutzbar sind ohne dass zusätzliche Behindertentoiletten notwendig sind.
Einige Bahngesellschaften bzw. Fahrzeughersteller machen vor wie es geht. So sind beispielsweise die Züge der Eurobahn die vom Hersteller Stadler in Berlin gebaut wurden grundsätzlich nur mit 2 behindertengerechten Toiletten ausgestattet.
Die kann jeder benutzen, ob behindert oder nicht.

6. AOK-Firmenlauf in Hamm Donnerstag, 11.07.2013

Nachdem ich im letzten Jahr mit knapp 4.800 Aktiven den 5. AOK-Firmenlauf feiern konnte, werde ich auch in diesem Jahr im Sinne der Inklusion wieder mitrollen. 🙂
Seid auch Ihr wieder dabei!
Ich hoffe auch in diesem Jahr wieder auf eine rege Teilnahme.

Wie schon in den Jahren davor geht es beim 6. AOK-Firmenlauf nicht um Zeit und Sportliche Leistung, sondern um das Miteinander die Freude an der körperlichen Bewegung, den Teamggeist und ganz viel Spaß.

Ich freue mich euch wiederzusehen! Anmeldeschluss: 21.06.2013