Ausbau des Breitbandnetzes in Hamm

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Wie die lokale Presse bereits berichtet hat haben am vergangenen Freitag die Baumaßnahmen für den DSL-Ausbau in Hamm begonnen. Im ersten Bauabschnitt werden kilometerlange Glasfaserkabel verlegt, im zweiten Bauabschnitt werden mehrere hundert Hauptverteiler in den einzelnen Straßenzügen aufgebaut. Der Unterschied zur bisher genutzten Technik besteht darin, dass es jetzt deutlich mehr Hauptverteiler gibt als bisher, die in den einzelnen Straßen verteilt sind wodurch die Leitungslänge sich deutlich verkürzt. Das hat eine Steigerung der DSL-Geschwindikeit zur Folge.
Bis zu 100Mbit sollen zukünftig in der Hammer Umgebung möglich sein.
Bei aller Euphorie und Vorfreude sollte man aber bedenken, dass die schnellste Leitung einem nichts bringt wenn man von langsamen Servern runterläd. Die wenigsten Server sind bisher darauf ausgelegt so schnelle Downloads zu ermöglichen.

Drosselungspläne gestoppt

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Das Kölner Landgericht stoppte jüngst die Drosselungspläne der Telekom. Der Konzern hatte Anfang des Jahres angekündigt, in Zukunft nur noch eingeschränkte Flatrates anzubieten die nach 75GB verbrauchtem Volumen von der Geschwindigkeit her enorm gedrosselt werden sollten.
Dem schob das Landgericht Köln nun einen Riegel vor.
Die geplante Mogelpackung der Telekom darf zunächst nicht angeboten werden. Das Gericht begründet diese Entscheidung damit, dass der Begriff „Flatrate“ sich eingebürgert hat als Bezeichnung für Pauschaltarife bei denen es weder zeitliche noch volumenbasierte Einschränkungen gibt. Es ist jedoch davon auszugehen dass die Deutsche Telekom gegen das Urteil Berufung einlegen wird. Das Urteil ist bislang noch nicht rechtskräftig. Wir werden in den nächsten Tagen sehen wie es weitergeht…

Bundestag kritisiert Drosselungs-Pläne

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Die Linken-Fraktion möchte angesichts der heftigen Diskussion  über die Flatrate-Drosselung der Telekom die Netzneutralität endlich gesetzlich regeln und wird von der Opposition grundsätzlich unterstützt. Halina Wawzyniak kritisierte bei der 1. Lesung der Bundestagsinitiative im Namen der Antragsteller vor allem am Vorhaben des Rosa Riesen, „Managed Services“ wie den eigenen TV-Dienst Entertain nicht auf das monatliche Datenvolumen anrechnen zu wollen. Damit signalisierte  der Bonner Konzern, dass diese „irgendwie keine normalen netzbasierten Dienste“ seien. Doch mit dem Prinzip des offenen Internets hat „das alles nichts mehr zu tun“.