Kommunalwahlen in Hamm 2014

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Foto: Paul Scharapow

Die Kommunalwahlen in Hamm sind wieder einmal entschieden. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) geht mit einer deutlichen Mehrheit der Stimmen in seine vierte Amtszeit. Ich möchte hiermit herzlich dazu gratulieren.
Aber auch den verdienten „zweiten Sieger“ Dennis Kocker (SPD, im Bild neben mir), der es mit seiner außergewöhnlichen Wahlkampagne sogar in bundesweite Medien geschafft hat, sollte man nicht unerwähnt lassen. Mit 29,9 % der Stimmen hat er ein sehr respektables Ergebnis eingefahren. Wenn man bedenkt, dass er zum ersten Mal kandidiert hat und noch relativ jung ist rechne ich bei ihm mit einer glorreichen Zukunft.
Die Zusammensetzung des Rates wird in der kommenden Legislaturperiode allerdings sehr bunt ausfallen. Die CDU kam auf 42,6% der Wählerstimmen, die SPD erreichte 35,1%, die Grünen 7,3%, die FDP 4,1%, die Linke 4,3%, die Wählergruppe Pro Hamm stell mit 2,8% auch 2 Ratsherren, die Piratenpartei erlangte mit 1,8% einen Sitz im Rat und ein weiteres Ratsmandat ging an die Partei „Die Rechte“.
Die Koalitionsverhandlungen dürften sehr spannend werden, da keine einfache Koalition möglich sein wird. Man wird mindestens 2 der „Kleinen“ brauchen um eine stabile Mehrheit zu erreichen. Eine große Koalition wäre natürlich die einfachste Lösung, jedoch kündigte Kocker am Wahlabend bereits in einer Art „Kampfrede“ an, dass er sich dazu nicht so einfach bringen lassen werde und es harte Verhandlungen über die Inhalte der Politik geben wird.

Linker Krach in Hamm

Hallo liebe Blogbesucher,

wie Ihr wisst, bin ich in der Kommunalpolitik tief verankert und setzte mich gerne für die Belange meiner Mitbürger und Mitbürgerinnen ein. Die Rechte jeder einzelnen Person sind mir sehr wichtig. Wie Ihr wisst, gehöre ich der Partei „DIE LINKE“ im Kreisverband Hamm an. Es war nun an der Zeit sich auf die Kommunalwahl 2014 vorzubereiten. Leider wurde mir als Mitglied der Partei, nicht die Möglichkeit gegeben aktiv an der Gestaltung des Kommunalwahlprogramms 2014 teilzunehmen . Zur Abstimmung des Kommunalwahlprogramms schreibt die Parteisatzung vor, eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Im Kreisverband Hamm ist Demokratie jedoch ein Fremdwort. Der erste Sprecher des Kreisverbands, Alisan Sengül, benimmt sich wie ein Monarch. Mitgliederrechte werden beschnitten in dem zur Mitgliederversammlung, auf der das Kommunalwahlprogramm 2014 verabschiedet werden sollte, nicht ordnungsgemäß eingeladen wurde. In der mir vorliegenden Einladung, ist kein Beginn der Mitgliederversammlung zu lesen. Leider ist dieses Vorgehen im Kreisverband Hamm gängige Praxis. Herr Alisan Sengül scheint hier schlicht und ergreifend vergessen zu haben, dass der Kreisverband auch noch aktive Mitglieder hat, die aber nicht immer seiner Meinung sind. Ein Demokratisches Grundverständnis hat Herr Sengül nicht. Wer nicht seiner Meinung ist muss weg. Dieses Verhalten ist, wie oben schon erwähnt, leider keine Seltenheit. Führen wir uns nur einmal vor Augen, dass der Geschäftsführende Vorstand aus Marion Josten, Alisan Sengül und Martin Klaßen besteht. Die Partei „DIE LINKE“ ist mit Fraktionsstärke im Rat der Stadt Hamm vertreten. Es ist schon fast nicht notwendig zu erwähnen, dass die Ratsmitglieder auch hier die Zügel in der Hand haben. Der geschäftsführende Vorstand und die Fraktion im Rat der Stadt Hamm lassen sich so wunderbar undemokratisch verbinden. Nicht zu vergessen ist natürlich auch, dass man das nicht ehrenamtlich macht. Der Westfälische Anzeiger hat in der vergangenen Woche bereits darüber berichtet, dass Alisan Sengül als Fraktionsvorsitzender und als Ratsmitglied mindestens 72000 Euro in der vergangenen Legislaturperiode an   Aufwandsentschädigungen erhalten hat. Bei all der Arbeit hat er sogar noch Zeit, sich um die Politik in der Türkei zu kümmern. Hierbei bleibt die Lokalpolitik in Hamm auf der Strecke. Transparenz ist für den Kreisverband Hamm leider ein Fremdwort. Die Integration von Neumitgliedern ist nur so lange gewünscht, wie man keine gegensätzliche Meinung gegenüber dem Vorstand äußert. Ich fordere Herrn Alisan Sengül auf hieraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und von allen seinen Ämtern und Mandaten mit sofortiger Wirkung zurückzutreten.
Um gemeinsam in Hamm etwas zu verändern, benötigen wir Demokratie und die Meinung aller Bürgerinnen und Bürger. Bitte gehen SIE wählen und machen das Kreuz an der richtigen Stelle.

Carsten Rüther