Hammer AOK Firmenlauf 2013

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Am 11. Juli 2013 fand wieder einmal der Hammer Firmenlauf der AOK statt. Nachdem im Vorjahr nur Carsten für das Team der Radio Runde angetreten war, haben wir in diesem Jahr beide teilgenommen. Allerdings gingen wir dieses Jahr nicht für das Team der Radio Runde sondern für die Lebenshilfe an den Start. Man kann ja schließlich nicht für mehr als ein Team gleichzeitig laufen (oder fahren…) – zumindest nicht offiziell.
Wie auch im vergangenen Jahr war die Veranstalung ein voller Erfolg. 400 Läufer mehr als im vergangenen Jahr (insgesamt etwa 5200) gingen an den Start. Auch sehr viele Zuschauer jubelten uns an der Strecke zu, besonders im Zielbereich war die Stimmung hervorragend.
Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei!

Stadtwerke Hamm lassen Rollstuhlfahrer am Straßenrand stehen

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Als ich heute um 18:21 mit dem Bus der Linie 1 der Stadtwerke Hamm GmbH von der Haltestelle Beverkramenstraße in die Stadt fahren wollte wurde mir der Einstieg in den Bus verweigert.
Wie immer habe ich den Fahrer freundlich gebeten die Rollstuhlrampe herauszuklappen und mir beim Einstieg behilflich zu sein. Als ich den Fahrer das erste Mal drauf ansprach erfolgte keinerlei Reaktion seinerseits. Zunächst ging ich davon aus dass er sich noch um die anderen hinzugestiegenen Fahrgäste kümmerte und mir im Anschluss behilflich sein würde. Als alle weiteren Fahrgäste hinzugestiegen waren und ihre Fahrkarten vorgezeigt oder beim Fahrer gekauft hatten sprach ich ihn erneut an. Auch diesmal bemerkte ich keinerlei Regung seinerseits. Er schloss die Tür und fuhr los.

Sehr geehrter Herr Hegemann, sehr geehrter Herr Veith,
in Zeiten der Inklusion hat Ihr Unternehmen offenbar noch dringenden Nachholbedarf und ein großes Verbesserungspotenzial. Der oben beschriebene Sachverhalt ist alles andere als inklusiv und meiner Ansicht nach nicht tolerabel. Ihr Mitarbeiter in der Leitstelle, dem ich im Anschluss den Sachverhalt direkt geschildert habe, konnte oder wollte mir jedoch in dieser Sache nicht behilflich sein. Er verwies mich freundlich auf die nächstmögliche Busverbindung. Diese war mir jedoch selbst schon bekannt.Unser Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann betont immer wieder die Bedeutung der Inklusion in unserer Gesellschaft. Als Tochtergesellschaft der Stadt sollte Ihr Unternehmen als Musterbeispiel voran gehen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Ich bitte Sie, diese Missstände dringend zu beseitigen und Ihre Mitarbeiter evtl. entsprechend zu schulen oder andere Maßnahmen zu ergreifen.

Bild: Philippe Harig, City-Verkehr.de

Kraftprobe für die Deutsche Bahn

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Wie die meisten meiner Leser ja wissen sitze ich im Rollstuhl und bin auch öfter mal mit der Deutschen Bahn unterwegs. Das bringt gelegentlich gewisse Tücken mit sich.
So auch am gestrigen Tage wieder. Ich hatte einen Termin in Remscheid. Dorthin fuhr ich mit der Bahn, wie ich es eigentlich immer mache wenn ich in eine andere Stadt fahre in der ich einen Termin habe. Leider war diese eigentlich unkomplizierte Fahrt nach Remscheid (1x Umsteigen, Ort des Termins 300m vom Zielbahnhof entfernt sodass auch kein weiterer Bus benötigt wurde – eigentlich kein Problem) dann doch etwas komplizierter als gedacht. Man informierte mich dass es aufgrund von Umbaumaßnahmen derzeit nicht mögliche wäre für mich von Hamm nach Wuppertal zu fahren und ich daher nach Düsseldorf fahren sollte um dort in einen Zug nach Wuppertal umzusteigen. In Wuppertal angekommen nahm ich den Aufzug nach unten um das Gleis zu wechseln auf das Gleis  von dem aus mein Zug nach Remscheid fahren sollte. An diesem Gleis stellte ich allerdings fest dass der Aufzug defekt war. Daraufhin suchte ich einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Dieser teilte mir mit es gäbe keine Möglichkeit, der Aufzug sei defekt und ich müsse sehen wie ich das Problem löse. Ich wies ihn darauf hin dass ich die Fahrt über die Mobilitätszentrale angemeldet hatte und auch er von seinem Kollegen aus Düsseldorf darüber informiert worden sei. Auch dieser Einwand brachte letztlich nichts, er war nicht bereit mitzuhelfen da er in Sorge war sich einen Bandscheibenvorfall zuzuziehen. Darauf wurde mein Ton etwas schärfer und ich machte deutlich, dass ich dringend nach Remscheid muss um den Termin wahrzunehmen. Auch danach machte er keinerlei Anstalten das Problem zu lösen. Ich habe ihn im etwas schärferen Ton darauf hingewiesen dass ich den Vorgang so nicht hinnehmen werde und ihn entsprechend öffentlich machen werden, da ein solches Verhalten sicherlich nicht kundenorientiert ist. Ich erwähnte einige frühere (prominente) Kontakte die ich bereits bei vorherigen Problemen mit der Bahn bemüht habe daraufhin schien er etwas irritiert und rief mit Widerwillen einige weitere Bahnmitarbeiter zur Stelle und bat auch umstehende Reisende um Mithilfe. Sie wandten das Prinzip „4 Mann, 4 Ecken“ an und trugen mich samt Rollstuhl die Treppe runter. Nun war es geschafft und der Gleiswechsel war endlich vollzogen (der andere Aufzug funktionierte glücklicherweise). Der eigentlich geplante Anschlusszug war natürlich schon längst weg. Ich wartete also auf den nächsten Zug nach Remscheid. Als dieser eintraf stellte sich heraus, dass er absolut nicht barrierefrei war da er nicht nur Treppen hatte sondern diese auch noch für einen Rollstuhl viel zu schmal waren. Der bereits erwähnte unfreundliche Mitarbeiter (der mit dem schlimmen Rücken) wies mich darauf hin dass er mir nicht in den Zug helfen könne da die Rampe nicht passen würde. Und auch sonst hätte er keine Möglichkeit mir zu helfen (der Rücken…). Aber an diesem Tag sollte doch noch das Glück auf meiner Seite sein. Als ich da so mit dem Mitarbeiter diskutierte hörte ich auf einmal von der Seite einen Ruf. „Hey Carsten, was machst du denn hier?“ hörte ich aus einigen Metern Entfernung. Als ich mich umschaute entdeckte ich einen alten Bekannten. Er ist Lokführer bei der Deutschen Bahn und fuhr heute zufällig genau diesen Zug. Er setzte alles daran mir trotz der schmalen Treppe den Zugang zum Zug zu ermöglichen. Der unfreundliche Mitarbeiter vom Bahnhof guckte nur noch etwas merkwürdig. Vermutlich verstand er aufgrund der Situation nur noch Bahnhof.

Behindertentoiletten oder Inklusion?

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In Bezug auf den kürzlich im WA veröffentlichten Artikel über das Fehlen von Behindertentoiletten im Hammer Stadtgebiet möchte ich als Rollstuhlfahrer mal meine Meinung dazu äußern:Das Wort Inklusion fällt in den letzten Jahren immer häufiger. Man liest ständig darüber. Jedem, der sich damit aber einmal auseinandergesetzt hat, dem sollte auffallen dass es dabei eben nicht darum geht besondere Einrichtungen für Behinderte zusätzlich zu den Einrichtungen für „Normale“ zu schaffen sondern der eigentliche Grundsatz darin besteht dass sämtliche Einrichtungen grundlegend so konzipiert werden sollten dass sie auch von Behinderten ganz normal genutzt werden können.
In diesem Sinne würde ich mich freuen wenn man bei zukünftiger Planung grundsätzlich öffentliche Toiletten so konzipiert dass sie im Sinne der Inklusion barrierefrei benutzbar sind ohne dass zusätzliche Behindertentoiletten notwendig sind.
Einige Bahngesellschaften bzw. Fahrzeughersteller machen vor wie es geht. So sind beispielsweise die Züge der Eurobahn die vom Hersteller Stadler in Berlin gebaut wurden grundsätzlich nur mit 2 behindertengerechten Toiletten ausgestattet.
Die kann jeder benutzen, ob behindert oder nicht.