Bundesnetzagentur drängt auf mehr Transparenz

Bundesnetzagentur_Bonn
Nach Wunsch der Bundesnetzagentur sollen Internetnutzer künftig umfassender über Bandbreiten und Downloadvolumen ihres DSL-Anschlusses informiert werden. Das am Freitag in Bonn vorgelegte Eckpunkte-Papier des Regulierers zeigt eine eindeutige Nutzerbefragung. Diese hat unter anderem ergeben dass zwischen der in der Werbung angepriesenen Downloadrate und der tatsächlich geschalteten Downloadrate teilweise mehr als 60% Abweichung liegen. Der Regulierer schlägt vor, dass Kunden zukünftig beim Vertragsabschluss deutlich über die minimale und maximale mögliche Datenrate an ihrem Anschluss informiert werden sollen. Dabei soll der Anbieter auch angeben mit welcher Wahrscheinlichkeit die maximal vereinbarte Datendurchsatzrate in einem Monat erreicht werden kann. Zudem sollen die Anbieter auf ihren monatlichen Telefonrechnungen jedes mal die Vertragslaufzeit und die jeweilige Kündigungsfrist sichtbar angeben.
Internetnutzer sollen nach Vorstellung der Bundesnetzagentur auf die Messwerte ihres Anschlusses jederzeit zurückgreifen können um diese mit aktuellen Konkurrenzangeboten vergleichen zu können.
Die heutige Reaktion der Bundesnetzagentur ist wohl auf die Datendrosselung der Deutschen Telekom zurückzuführen. Der Vorschlag der Bundesnetzagentur ist jedoch meiner Meinung nach längst überfällig.