Drosselungspläne gestoppt

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Das Kölner Landgericht stoppte jüngst die Drosselungspläne der Telekom. Der Konzern hatte Anfang des Jahres angekündigt, in Zukunft nur noch eingeschränkte Flatrates anzubieten die nach 75GB verbrauchtem Volumen von der Geschwindigkeit her enorm gedrosselt werden sollten.
Dem schob das Landgericht Köln nun einen Riegel vor.
Die geplante Mogelpackung der Telekom darf zunächst nicht angeboten werden. Das Gericht begründet diese Entscheidung damit, dass der Begriff „Flatrate“ sich eingebürgert hat als Bezeichnung für Pauschaltarife bei denen es weder zeitliche noch volumenbasierte Einschränkungen gibt. Es ist jedoch davon auszugehen dass die Deutsche Telekom gegen das Urteil Berufung einlegen wird. Das Urteil ist bislang noch nicht rechtskräftig. Wir werden in den nächsten Tagen sehen wie es weitergeht…

Bundestag kritisiert Drosselungs-Pläne

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Die Linken-Fraktion möchte angesichts der heftigen Diskussion  über die Flatrate-Drosselung der Telekom die Netzneutralität endlich gesetzlich regeln und wird von der Opposition grundsätzlich unterstützt. Halina Wawzyniak kritisierte bei der 1. Lesung der Bundestagsinitiative im Namen der Antragsteller vor allem am Vorhaben des Rosa Riesen, „Managed Services“ wie den eigenen TV-Dienst Entertain nicht auf das monatliche Datenvolumen anrechnen zu wollen. Damit signalisierte  der Bonner Konzern, dass diese „irgendwie keine normalen netzbasierten Dienste“ seien. Doch mit dem Prinzip des offenen Internets hat „das alles nichts mehr zu tun“.

 

Bundesnetzagentur drängt auf mehr Transparenz

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Nach Wunsch der Bundesnetzagentur sollen Internetnutzer künftig umfassender über Bandbreiten und Downloadvolumen ihres DSL-Anschlusses informiert werden. Das am Freitag in Bonn vorgelegte Eckpunkte-Papier des Regulierers zeigt eine eindeutige Nutzerbefragung. Diese hat unter anderem ergeben dass zwischen der in der Werbung angepriesenen Downloadrate und der tatsächlich geschalteten Downloadrate teilweise mehr als 60% Abweichung liegen. Der Regulierer schlägt vor, dass Kunden zukünftig beim Vertragsabschluss deutlich über die minimale und maximale mögliche Datenrate an ihrem Anschluss informiert werden sollen. Dabei soll der Anbieter auch angeben mit welcher Wahrscheinlichkeit die maximal vereinbarte Datendurchsatzrate in einem Monat erreicht werden kann. Zudem sollen die Anbieter auf ihren monatlichen Telefonrechnungen jedes mal die Vertragslaufzeit und die jeweilige Kündigungsfrist sichtbar angeben.
Internetnutzer sollen nach Vorstellung der Bundesnetzagentur auf die Messwerte ihres Anschlusses jederzeit zurückgreifen können um diese mit aktuellen Konkurrenzangeboten vergleichen zu können.
Die heutige Reaktion der Bundesnetzagentur ist wohl auf die Datendrosselung der Deutschen Telekom zurückzuführen. Der Vorschlag der Bundesnetzagentur ist jedoch meiner Meinung nach längst überfällig.

Telekom: Flatrate weiterhin verfügbar gegen Aufpreis

Netzwerk
Internetnutzer mit großem Verbrauch an Datenvolumen müssen sich in den kommenden Jahren auf eine massive Preissteigerung einstellen. Wie heute in den Medien bekannt gegeben wurde werden User, die die 75GB Sperre (wir berichteten) umgehen möchten einen Aufpreis von etwa 10 bis 20 Euro im Monat in kauf nehmen. Konzernchef René Obermann betonte das eine genaue Preisangabe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich sei. Weiterhin gab er an dass bei der aktuellen Preisgestaltung der Netzausbau in den nächsten Jahren nicht sichergestellt werden könne. Desweiteren sagte Telekom Deutschland-Chef Niek Jan van Damme sagte dazu „Jeder der den Wasserhahn laufen lässt muss dafür bezahlen.“.

Meiner Ansicht nach wird in den kommenden Jahren die herkömmliche Technologie der analogen Telefonanschlüsse und ISDN-Anschlüsse auf die neue IP-basierende NGN-Technologie umgestellt werden. Hierdurch erreichen wir ein hohes Maß an Flexibilität. Zum Beispiel bei einem Umzug ist es ohne weiteren Aufwand seitens des Telefonanbieters möglich direkt seine Rufnummer mitzunehmen. Im Rahmen dieser Umstellung und auch wegen weiterer hinzugekommener Dienste (SmartTV, Entertain,…) wird der Netzausbau weiter vorangetrieben werden müssen. Dies kostet eine Menge Geld, das derzeit bei den sehr günstigen Preisen kaum wieder eingespielt werden kann.

Telekom-Drosselung: Aufregung übertrieben

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Die Deutsche Telekom bietet seit heute nur noch Volumen-Flatrates für ihre Neukunden an. In den letzten Tagen war die Aufregung hierüber sehr groß.
Die größte Volumen-Flatrate der Telekom beinhaltet seit heute 75GB Traffic. Diese Datenmenge ist für den normalen Hausgebrauch (normales Surfverhalten) im Monat nicht zu erreichen. Selbst bei starker Beanspruchung der neuen medialen Dienste (Internet-TV) stellt dies keine Einschränkung dar.
Lediglich Internetnutzer die gerne die Möglichkeiten des illegalen Downloadens von Filmen und Software nutzen dürfte diese 75GB-Beschränkung ein wenig in ihrem Treiben zurückhalten. Wer das Internet ganz normal für legale Dinge verwendet kommt meiner Erfahrung nach im Monat normalerweise nicht über 50-60GB.